Politik: Bei uns ganz entspannt

Am 08. Januar fanden sich die SchülerInnen der Oberstufe und 10. Klassen, manche mit „FCK NZS“ Sticker, zur Politiker-Podiumsdiskussion in der P-Aula ein. Die Debatte verlief, den Werten der Schule entsprechend, in einer auf die Themen konzentrierten und offenen Atmosphäre.
Wie im Anschluss alle PolitikerInnen und LehrerInnen bestätigt haben, verhielt sich die Schülerschaft sehr respektvoll zu allen Kandidierenden.
Der Austausch war fair und angenehm.
Geladen waren Norbert Hackbusch (Die Linke), Uwe Batenhorst (AfD), Kaja Steffens (CDU), Katarina Blume (FDP), Mats Borgwardt (SPD) und Linus Jünemann (Grüne).
Die Moderatoren Nora Oswald und Robin Becker befragten die PolitikerInnen unter anderem zum Klimawandel, zu Hamburgs sozialer Segregation, zur Digitalisierung an Schulen und zur Wohnungsnot.
Zunächst sollten die Kandidierenden entscheiden, ob sie kontrovers diskutierten Thesen zustimmen oder nicht - und dazu Stellung beziehen. („Hamburgs Infrastruktur ist marode. Für Investitionen ist eine höhere Neuverschuldung sinnvoll.“ Ja/Nein?)
Im Anschluss wurden Fragen an die Runde gestellt und die Politiker diskutierten miteinander. Das Moderationsteam hatte dann je zwei Fragen für jeden einzelnen Kandidaten vorbereitet, um ggf. Kontroversen aufzudecken.
Vor allem in der ersten Phase, in der die PolitikerInnen einem Statement zustimmen sollten oder nicht, konnte beobachtet werden, dass die FDP und die AfD größtenteils die gleiche Position vertraten. Dies ist jetzt nach dem Wahl-Eklat in Thüringen wieder interessant und aktuell.
Die Kandidatin für den Wahlkreis 4 von der CDU versuchte sich den Positionen der Grünen und SPD anzunähern. Frau Dr. Kaja Steffens konnte damit später 5% der SchülerInnen überzeugen.
Die meisten SchülerInnen (54%) wählten Linus Jünemann von den Grünen.
Sie schienen vor allem von seinen rhetorischen Fähigkeiten beeindruckt.
Der Konkurrent Mats Borgwardt von der SPD bestand darauf, eigentlich kein Politiker zu sein und gab an, er kenne sich mit Klimapolitik nicht aus.
Der ehemalige GO-Schüler wirkte sympathisch auf viele SchülerInnen und konnte 23% aller Stimmen gewinnen.
Wir haben uns gefreut, dass auch noch lange nach der Veranstaltung angeregt über die einzelnen Kandidaten und Themen diskutiert wurde.
Die Debatte in entspannter und netter Atmosphäre konnte wieder beweisen, dass wir eine liberale und offene Schülerschaft am GO sind.
Wir hoffen, die Veranstaltung konnte euch eure Wahlentscheidung am 23.02.2020 etwas leichter machen.

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