Mathematik wird am Gymnasium Othmarschen als eines der Kernfächer in jedem Jahrgang mit vier Wochenstunden unterrichtet (nur in Jahrgang 7 sind es fünf Wochenstunden) und hat daher einen hohen Stellenwert im Fächerkanon.  

Die Mathematiklehrerinnen und -lehrer bemühen sich, dass die Schülerinnen und Schüler Mathematik verstehen und nicht nur stur Verfahren einüben. Dies geschieht durch gute Erklärungen durch den Lehrer, im Gespräch mit Mitschülern und besonders auch durch entdeckendes Lernen: Die Schülerinnen und Schüler sollen für Aufgaben allein oder in Gruppen selbstständig Lösungsstrategien entwickeln und über diese diskutieren. Dabei ist es wichtig, Fragen zu stellen und Fehler machen zu dürfen, nur so kann man lernen! Teilweise betreffen diese Aufgaben Fragestellungen aus dem wirklichen Leben, um deutlich zu machen, wofür Mathematik gebraucht wird. Neben dem Unterrichtsgespräch, in dem Schüler Zusammenhänge verstehen können, und der kooperativen Arbeit in kleinen Gruppen an komplexeren Aufgabenstellungen werden Formen des individualisierten Unterrichts immer wichtiger: Hier ist es möglich, dass Schülerinnen und Schüler individuell ihre Stärken ausbauen und an ihren Schwächen arbeiten. Sollte dies trotz aller Anstrengung einmal nicht klappen, gibt es für die verschiedenen Klassenstufen Förderkurse. Wir halten es für wichtig, dass die Leistungsanforderungen für Schüler und Eltern transparent sind. Deshalb geben wir den Schülern vor Klassenarbeiten Kompetenzlisten, auf denen steht, was sie in der Klassenarbeit können sollen, und auf denen auch zusätzliche Übungsaufgaben aufgeführt sind. Besonders wichtig ist uns auch, mit den Schülern immer wieder an den Basiskompetenzen zu arbeiten – auch ohne Taschenrechner, sodass sie auch gut auf schulübergreifende Prüfungen vorbereitet sind. 


Lernwerkstatt Mathematik

In den Klassen 5 und 6 arbeiten die Schülerinnen und Schüler einen Teil der Unterrichtszeit in der Lernwerkstatt Mathematik individuell an Kompetenzbögen („Checklisten“). Dies ermöglicht ihnen so zu lernen, wie es für sie angemessen ist: im passenden Lern- und Arbeitstempo, mit Aufgaben im richtigen Schwierigkeitsgrad (Pflichtaufgaben und Wahlaufgaben) und zu Themen, bei denen Nachholbedarf besteht oder die für sie von besonderem Interesse sind. So können die besonders begabten Schüler die Zeit nutzen, um sich in komplexere und unbekannte Aufgabenstellungen zu vertiefen, und die schwächeren Schüler haben den Freiraum, sich Zeit zum Üben und Wiederholen zu nehmen und ihre eigenen Lücken zu schließen. Regelmäßige Terminvorgaben und Tests sichern ab, dass alle mitkommen, und Selbsteinschätzungsbögen vor den Arbeiten sorgen für Transparenz in den Leistungsanforderungen. Auf diese Weise soll die Selbstständigkeit der Schüler gefördert und die Verantwortung für das eigene Lernen gestärkt werden.


Besonders glücklich sind wir dabei über einen räumlichen Vorteil aller unserer Klassenräume der 5. und 6. Klassen: nur durch eine Glaswand abgetrennt haben sie einen Gruppenraum. So können etwa Kleingruppen diskutieren ohne die zu stören, die still arbeiten. Wichtig ist uns auch, wo immer es möglich ist, "Material zum Anfassen" zu verwenden: "Clickies" für Körper und Netze in der Geometrie, Würfel- und andere Glücksspiele für die Wahrscheinlichkeitsrechnung, Geräte zur Landvermessung, Basteleinheiten zur Förderung des genauen Arbeitens und vieles mehr. Durch all diese Methoden wird Mathematik konkreter und damit auch verständlicher.


 Um speziell die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler zu fordern, nehmen wir an unterschiedlichen mathematischen Wettbewerben teil: der "Mathematik-Olympiade", der "Langen Nacht der Mathematik", dem "Tag der Mathematik" an der Universität Hamburg und am "Känguru Wettbewerb der Mathematik".